INIQUUM
                                                                                               Roman






JENSEITS
DER
GRENZLINIE
                                                                                                    






von
Michael Walker
"Now I understand what you tried to say to me,
and how suffered for your sanity..."
_Don McLean

"So dream on, little Broomstick Cowboy
Dream while you can
For soon, you'll be a dreadful thing
My son, you'll be a man"
_Bobby Goldsboro

Prolog

 

Der Peiniger träumte ein sorgloses Leben jenseits der Grenzlinie und der Regulator kam ihm nach, Hölle und Gerechtigkeit im Holster, gleichgültig, ob die Welt daran zu Grunde ginge.

                          
 

Erster Teil
*********
Der Voleser und der Regulator

Splitter Epilog

"In my youth, I pray to keep
Heaven send hell away
No one sings like you anymore"
-Soundgarden, Black hole sun

Superintendent John "Johnny" Pierce der östlichen Authorität erreichte die Nachricht vom Zwischenfall in Camenis einen Tag später und passierte die Stadtgrenze am frühen Nachmittag. Am Horizont sah er einen Sturm aufkommen und dankte still, daß sein Rang ihm eines der wenigen Fahrzeuge zugestand. Er besah die dunklen Wolken und musste an seinen Vater denken, den er kaum gekannt hatte. Er hatte diese eine Platte, die er rauf und runter liefen ließ, als John noch ein Kind war. Sie hieß L.A. Woman von The Doors und ganz besonders mochte er "Riders on the storm". Pierce erinnerte sich an eine Textzeile "There´s a killer on the road."
Das mochte tatsächlich stimmen, vielleicht auch nicht. Alles was er bisher wußte, war, daß ein Revolvermann in einem gepanzerten schwarzen Jeep die Grenzlinie passiert hatte und wenige Tage zuvor elf der bekanntesten Nationalisten der Region in Camenis eingekehrt warten. Sie schienen auf jemanden zu warten. Da sie bewaffnet gewesen sein sollen, war dies wohl kein Freundschaftsbesuch.

Die Bewohner fingen ihn am Stadtrand ab und führten ihn zu Fuß an 8 verschiedene Stellen, wo zuvor noch eine Leiche gewesen sein soll. Er konnte noch Bluspuren und Patronenhülsen ausmachen. Die Hülsen der Automatikpistolen erkannte er direkt, doch die anderen waren keine Massenware. Sie waren speziell, rituell angefertigt und obwohl sie kein Siegel trugen, ließ die Feinheit des Handwerkes nur den Schluss zu, daß sie aus der Hand der Vedusen stammen mußten. Wessen Blutspur er da auch immer folgte, es mußte ein Deeskalator, Regulator oder schlimmer sein. Wenn das stimmte, hatte er keinen Fall zu bearbeiten, denn diese standen außerhalb seiner Juristiktion. Die Leichen waren am Vorabend von einem schwarzen Van in aller Eile aufgesammelt worden und ein Beisteher mutmaßte, es mögen Nationalisten gewesens ein, die ihre Brüder eingesammelt haben.

Nur ein Toter sei am heutigen morgen auf dem Armenfriedhof begraben worden. Er trug keine religöse Insignien und auch sonst nicht viel bei sich, denn zuvor hatten sich Leichenfledderer an ihm gütlich getan. Somit begleitete ihn kein Geistlicher zu seiner letzten Ruhestätte und er war ein Fremder, also hatte auch niemand etwas über sein Leben zu sagen.

Die Bewohner führten ihn zum Finale des Schusswechsels, einem alten Plattenbau und fand weite Blutspuren, insgesamt drei sowie an einer Stelle mehrere Finger einer rechten Hand. Neben den vertrauten Hülsen, fand er zusätzlich noch Gewehrhülsen sowie wie zwei Schrothülsen. Das diese Abseits lagen, mutmaßte er, daß hier zwei weitere Schützen sich dazu gesellt hatten. Die Bewohner berichteten, daß der Mann mit den Revolvern hinter einem Anwohner names Lucas MacWade her war und diesen aber nicht erschossen habe sondern nur ihm zugeflüstert haben und danach seine Revolver mit dem Gurt abgelegt habe und weggegangen sei. Ab hier begannen die Geschichten der Bewohner sich zu unterscheiden und Streit darüber kam auf. Einer behauptete MacWade habe einen Revolver ergriffen und geschossen, andere glaubten zwei oder drei weitere Schüsse gehört zu haben.

Ein Junge vielleicht zehn näherte sich, blieb aber auf Abstand und winkte Pierce zu sich. Der Superintendent überließ die Bewohner Ihrem Streit und ging näher. "Wie heißt Du, Junge." fragte er freundlich. "Ich heiße Peter.", sagte der dieser verlegen. "Kommen Sie mit, der Mann mit den grauen Streifen im Haar, der mit den Revolvern, hat Sachen zurückgelassen. Ich habe habe sie unter die Tonne geschoben. Er nährerte sich einem der alten Müll und Glascontainer und ging auf die Knie und fischte darunter. Er zog eine Winchester hervor, eine lederne Mappe, die versiegelt war und ein altes Diktiergerät und gab es dem Superintendent. Pierce prüfte, ob das Gewehr noch geladen war, aber es war keine Patrone mehr in der Kammer, was er bereits vermutet hatte. Wer auch immer der Mann gewesen war, er hatte sich bis zu dem MacWade vorgearbeitet und das Gewehr abgelegt, als er keine Muniton mehr hatte. "Was ist mit der Mappe und dem Gerät?" fragte er. "Das lag bei Lucas, er hat es abgespielt und dann war er sehr aufgeregt und die Mappe hat der Mann ihm ins Gesicht geworfen. Aber als der mit den Revolver sie abgelegt hat und wegging, hat Lucas sofort die Biege gemacht. Der hat nicht geschossen, glaube ich zumindest, ich konnte es nicht gut sehen. Der hat nichtmal an das Zeug gedacht. Ich kann ihnen die Wohnung zeigen, da ist niemand mehr. Die Nachbarn haben schon gestohlen." Warum hast Du die Sachen hier versteckt?" fragte John den Jungen. "Ich dachte es kommt vielleicht jemand von der Authorität, ich will auch mal Polizist werden und ich dachte, wenn ich jetzt helfe.." er sprach nicht weiter, vermutlich fehltem ihm die Worte. John lächelte freundlich "Das hast Du gut gemacht. Ich sehe mich ein wenig um und dann kannst Du mir die Wohnung zeigen, ja?" Peter nickte, aber dann sprach er weiter " Da ist noch etwas, als ich gestern auf dem Heimweg war, wollte ich noch kurz zu meinem Baumhaus gehen, meine Comics holen und da habe ich sie gesehen." "Wen hast Du gesehen, wen?" der Superintendant war nun hellhörig. "Da war eine Frau, ich glaube sie war jung, sie war so groß wie meine Schwester," er machte eine Handbwegung und deutete fünf oder fünfeinhalb Fuß an. "Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen, sie hatte eine grüne Robe an und ihr folgten vier Männer, auch verkleidet und sie trugen einen Mann, der war unter einer Decke, aber er schlurfte noch mit. also vielleicht. Sie stiegen in eine Kutsche. Wirklich in eine richtige Kutsche mit Pferden und verschwanden dann, ehrlich Mister."

Pierce glaubte dem Jungen, aber konnte sich keinen Reim machen, was sich hier ereignet hatte. Vedusen, Revolvermänner, Nationalisten und zwei unbekannte Schützen. Er ging mit dem Jungen und sah sich die geplünderte Wohnung der MacWades an und was er nicht wissen konnte zu diesem Zeitpunkt war, daß niemand jemals mehr von Lucas MacWade und seiner Familie hören sollte. Sie waren geflüchtet, aber niemand sollte mehr von ihnen etwas hören. Er konnte nur ahnen, wer da begraben worden war und fragte sich, was mit den Revolvern passiert sei.

Zurück im Auto besah er sich die Ledermappe und das Diktiergerät. Er brach das Siegel und brachte einen Haufen Papiere zum Vorschein, aber nichts davon machte einen Sinn. Es waren bedruckte Blätter mit Anleitungen für irgendwelche Geräte, Kochrezepte und Ausdrucke von Chatverläufen zwischen einer Nr. und einem Kundendienst. Das ergab überhaupt keinen Sinn.

Er besah sich das Diktiergerät und das Band war bis zur Mitte abgespielt. John hoffte, das es noch funktionierte und die Batterien noch Strom hatten. Er drückte die Rückspultaste und zu seiner Erleichterung funktionierte es. Am Bandanfang drückte er die Abspieltaste und drehte die Lautstärke bis er ein Bandrauschen vernahm, dann ertönte eine Stimme inmitten eines Satzes.

"Jooo, Shivaughne, warum bist du denn jetzt so?" die Stimme klang erbost und wehleidig zugleich, aber er konnte am Akzent erkennen, daß der Sprecher von hier stammen musste.

"Ich mein.. ich verstehe das nicht, wieso das denn jetzt... es hört sich vor mir so an, als hälst Du mich für abgrundtief böse, den Teufel selbst und so....egal, nur... ach.. also... es tut mir wirklich sehr sehr Leid was da was damals alles passiert ist und so... ich kapier schon, das kann man nicht irgenwie wieder gut machen.. aber es tut mir aus tiefstem Herzen leid. Das hilft dir sicher jetzt nichts, aber ich wollte es dir einmal sagen wenigstens und hoffentlich wird alles so wie Kummerzeit in seinem Lied da geschrieben hat, das alles wieder gut wird irgendwann, ja.. ich wünsch Dir ne eine gute Nacht und ich glaube, es war ein Fehler Dich zu kontaktieren.. wir werden das wohl nie gut geklärt kriegen..."

John Pierce erkannte ein Geständnis, wenn er eines hörte und er brauchte nicht viel Phantasie, sich das Verbrechen dazu vorzustellen.

Er wußte nichts von Shivaughne, er wußte nichts von den Wayridges und wußte nichts über Ihre Zukunft. Der Magistrat verlor die nächste Wahl, wofür die Vedusen nach Magda Gaybbells Einmischung sorgten und sie zogen eines Tages weg ohne irgendwen ihr Ziel wissen zu lassen. 

Shivaughne erfüllte niemals die Möglichkeiten ihres Karm und verschwand eines Tages, scheinbar aus eigenem Willen.

Der Professor so erzählt man sich, sei bei der Kollision einer der Unglücklichen gewesen, die es in eine andere Dimension gezogen hatte. Manche glaubten, er sei als schauerliche Kreatur zurückkehrt.

John Pierce brach seine Untersuchung in Camenis nach zwei Tagen erfolglos ab.

Das Tonband verschloss er in einem Kuvert mit der Aufschrift Lucas MacWade und legte es sicher verwahrt in eine Schreibtischschublade. Wenn er ihn je fände, würde er ihn vor Gericht bringen.

 

 

 

 

 

REGULATION 
Der Schleichende Tod
                                                                                                              Kurzgeschichte 

"So let it be written, so let it be done"
 - Rameses II  " The Ten Comandments"

"Es geschah am hellichten Tage"
Unversum Film, Friedrich Dürrenmatt 1958

Der Regulator trat vor Kor Sessar und bot ihr mit einer Verbeugung den angemessenen Respekt.

"Ehrwürdige Kor, ich darf mich nun zu den Rängen der Regulatoren zählen und mich auf den Weg nach Camenis machen, wenn meine Revolver vollendet sind, aber eine Gedanke läßt mich nicht los. Ich habe noch nie im Kampf gestanden, ich habe nur im Training geschossen, ich habe keine Vorstellung, wie es sich anfühlt...".

Die Oberin der Hauses lehnte sich aus Ihrem Stuhl hervor, sie war allein im Studienzimmer, das Vaughnan im Stillen die Kommandobrücke nannte. "...wenn es ernst wird, wenn Du im Feuer stehen wirst. Du fragst Dich, ob Du Deinem Training Ehre erweisen wirst oder eingefroren vor Angst im Ernstfall mit dem Gesicht nach Vorne fallen wirst in den Staub. Also wahrhaftig gesprochen, was ist Deine Bitte, Regulator." Sie gebot ihm mit der Ansprache den Respekt, der seinem Stand entsprach, seiner Aufgabe im Orden. Vaughnan nahm dies mit Stolz zur Kenntnis, aber befolgte Persephones Lehren sich dies nicht anmerken zu lassen.

"Ich bin ein Regulator des Hauses Sessar, ein Höllenhund aus dem Fleische eines Monsters, ich bitte euch um eine Mission, mich zu beweisen und das Feuer, von dem Ihr sprecht spüren zu können. Sie lehnte sich andächtig zurück in Ihrem Hochstuhl, legte beide Arme auf die Lehnen. Crush glaubte, ein Lächeln bemerkt zu haben, aber konnte sich nicht vorstellen was so amüsant war." Etwas verloren stand ihr vor ihr und wartete auf eine Reaktion. "Ihr habt nach Eurer Ankunft das Gewehr und Revolver Eures Vaters zur Verwahrung abgegeben. Packt für eine kurze Reise, aber kleidet euch für einen Kampf und geht zum Tor. Persephone wartet dort bereits mit Euren Waffen und Munition. Möge die Göttin Euch stets eine letzte Patrone in der Kammer lassen. Gute Reise und kehr zurück geschmiedet und gestählt oder tot."

Vaughnan war verdutzt, brachte aber dennoch eine Frage noch hervor "Wißt Ihr wirklich alles was passieren wird oder ist das ein Trick. Sendet ihr jetzt, wenn ich diese Tür verlasse, Persephone los, während ich mich bereit mache oder wußtet ihr es wirklich, daß ich jetzt mit dieser Bitte komme?" Sein Blick war durchaus forsch, aber Sessar lies ihm dieses Aufbegehren amüsiert durchgehen.

"Überlebe und vielleicht gebe ich Dir den Teil einer Antwort."

 

Persephone stand wie angekündigt am Tor und schulterte eine kleine Tasche - Vaughnans Waffen lagen auf einer Kiste neben ihr. Die Winchester und der Kolt seine Vaters mit Holster und Gürtel glänzten ölig in der Sonne und daneben standen zwei Schachteln mit Patronen. Er schätzte gesamt etwa 50 Patronen. Vaughnan zog behutsam den Kolt aus dem Holster und legte ihn mit dem Lauf entgegen gesetzt auf die Kiste: Er stellte mit Zufriedenheit fest, daß er 3 Gürtellöcher gewonnen hatte und schnürte den Holster am Oberschenkel fest. Danach rückte er sein Bowiemesser auf der linken Seite zurecht. Nach Art der Cowboys des alten Westens lud er den Kolt mit nur 5 Patronen und ließ die Kammer unter dem Hammer leer. Danach füllte er die zweizwanzig Patronenschlaufen aus der Schachtel. Danach lud er die Winchester mit zwölf Patronen, sicherte den Repetierhebel durch eine Drehung des Blockadeknopfes und klemmte die Sicherung, die sein Vater aus Stahl angefertigt hatte unter den Hammer. Seine Schätzung war fast richtig gewesen. Es waren 12 Patronen noch in der Schachtel, die er in die rechte Tasche seiner Weste steckte. Einzig war beunruhigend war der Gedanke, daß er glaubte, daß die Vedusen stets nur soviel geben würden, daß es knapp reichen würde, wenn er seiner Ausbildung Schande machte, um zu überleben, aber eigentlich vielleicht zwei oder drei Kugeln richtig gezielt ausreichend waren. 

Sie waren eine Stunde in Richtung des Waldes schweigend gelaufen, als Persephone in unverhofft fragte: "Hast Du Grimms Märchen gelesen als Du klein warst, Regulator?" Vaughnan stoppte für einen Moment "Märchen, wie Rapunzel... das tapfere Schneiderleid... oder hmmmm Gevatter Tod? er blickte sie irritiert über die Frage an und ging weiter zu ihr aufschließend. Sie verlangsamte etwas, nickte und stellte die nächste Frage "Was Du alles über die Seltenheiten seit der Großen Kollision?" Er antwortete schnippisch denn er verstand den Sinn der beiden Fragen nicht und fühlt sich auf seltsame Art belehrt. "Du meinst außer der Grenzlinie quer, durch die Welt verläuft und nur an Orten der Verdusen passierbar ist oder die Tatsache, daß die Welt voller Strom nur Tech-Magie und Las Vegas Magier kannte und ich jetzt neben einer echten Magierin laufe, die vermutlich meine Zukunft geht und mir immer ausweicht, wenn ich frage, warum sie mir so vertraut vorkommt?" Er war wohl zu schnippisch gewesen und sie sah ihn streng an und fuhr fort "Hast Du von den "Orten" gehört?" Er nickte. "Hast Du je einen gesehen?" Er verneinte. "In zwei Stunden wirst Du Deinen ersten sehen und es wird der Ort sein, an Du dein Gesicht in die Hitze des Momentes halten wirst, Regulator." Crush sah Sie verdutzt an und seufzte "Warum erklärst Du mir nicht, wovon Du redest. Du weißt, Du bist die klügere von uns beiden. Ich bin nicht gut im Rätselraten."

"Die Große Kollision bedeute mehr als das Verschmelzen zweier Welten zu einer, mehr als die Grenzlinie und ein auf 22 Welten geschrumpftes Multiversum. Es fibt Orte an den denen Zeit schneller verläuft, die Regeln von Physik und Magie keine Bedeutung haben. Ein Tag wie ein Schritt durch eine Sanduhr ist. Die Kollision hat Risse in andere Dimension aufgetan und Menschen, Tiere, Objekte für immer verschluckt und es gibt keine Vorstellung, was ihnen wiederfahren ist. bis jetzt." Er sah sie ungläubig an "Ich brauche etwas mehr, meine Intellekt peakte letzten Schuljahr." Sie ignorierte seinen letzten Satz und fuhr fort. "An manchen Orten kehrten Dinge zurück, aber sie waren nicht mehr wie vorher. Nun, die Tiere...nun man erlöste sie, die Objekte verbrannte man, aber die Menschen, die zurückkamen... sie waren keine Menschen mehr...sie " er schnitt er ins Wort "erlöste man wohl besser auch". Sie sah ihn streng aber zustimmend an und blieb stehen. Er tat es ihr nach. "Ein paar entkamen. Niemand weiß, niemand wo sie waren und was sie so verändert, so verändert hat. Sie waren mutiert." " So, so wie in dem Comics oder wie in den Horrorfilmen früher?"

"Wie alle Monster seit Menschengedenken in einem vereint. Eines schleicht seit zwei Jahren durchs Land, verschleppt Kinder und Teenager an einen unbekannten Ort. Wir sind auf dem Weg. Sein Versteck wurde gefunden, es war sozusagen... "Direkt vor unserer Nase, bei den Waldleuten, richtig?" Sie nickte. "Es hat hier nie gejagt, es musste das nicht... man,... die Leute brachten ihre eigenen Kinder. Ihre eigenen Kinder" Vaughnans Blick wurde ernst und verdüsterte sich. "Deswegen hast Du mich nach den Märchen gefragt. Wir suchen Hänsel und Gretel und irgendwo da draußen ist ein großer böser Wolf und keiner von dieser Welt. Hat er einen Namen?" Persephone faltete die Hände zu einem magischen Schutzsymbol, "Ja, die Leuten nennen ihn Voizac. Die Vedusen nennen ihn den Schleichenden Tod."

Sie erreichten die Waldgrenze am frühen Nachmittag und auch wenn Geologie niemals sein Favorit zu Schulzeiten war, reichten dem Regulator ein paar weitläufige Blicke und es war klar, daß dieser Wald auf einem Hügel oder gar vielleicht einem Berg gewachsen war. Das bedeutete Höhlen und das wiederrum Versteckmöglichkeiten für aller Arten, von Menschen bis Wölfen, egal aus welchem Universum. Sie fanden einen Pfad, der sichtbar wenn auch nicht ausgetreten war und von dort an ging Persephone bestimmen vorraus, als würde sie den Weg und das Ziel selbst blind im Dunkeln finden. Sie sprach nicht und machte kaum Geräusche und Vaughnan tat es ihr unaufgefordert nach. Sie waren im Land der Monster zumindest eines Monsters. Nach etwa einer halben Stunde führte der Weg auf ein Plateau und der Regulator war froh über den Wechsel, denn er war das Aufsteigen etwas müde. Er blickte nach Vorne und sah eine Stelle, die sich vom Rest des Weges unterschied. Das Muster des Bodens veränderte sich, scheinbar war dieser Teil selterner begangen aber nur scheinbar. Bei näherem Betrachten schien die Stelle wie absichtlich gefegt, obgleich in einem unregelmäßigen Muster. Es sollte der Anschein geweckt werden, daß sich hier nichts von Interesse befand. Der Regulator stoppte sofort und Persephone drehte sich um und lächelte kaum merklich. Sie hatte ihn getestet, sie wußte es bereits und war erfreut, daß er es von selbst wahrnahm. Sie hatten ihr Ziel erreicht. Vaughnan deutete auf einen hüfthohen Felsen am Rand und sie sie duckten sich dahinter. Der Regulator legte seine eigene Tasche ab und holte zwei Fackeln hervor und steckte diese rückenseitig in den Gürtel. Danach fischte er Beinholster mit 10 roten Stäben heraus und legte es diesen um den linken Oberschenkel an. Persephone fragte ihn, was das sei. "Mein Dad und ich haben als ich Kind war immer Kracher mit einen wenig mehr Wumm gebaut als es sie im Laden zu kaufen gibt." Er lächelte und sprach weiter "Ich glaube zwar nicht, daß sie einem Wolf aus einer anderen Welt schaden können, aber die sind irre Laut. Tinnitus habe ich eh schon." Persephone sah ihn streng an. "Du weißt, daß ich nicht mir dir kommen kann und wenn du dich da drinnen selbst umbringst mit deinem Bastelkram, werde ich dir nachkommen und dich wieder zum Leben erwecken und selbst umbringen." Vaughnan sah sie verwundert und ungläubig an. "Du kannst Menschen wieder lebendig machen?" "Nein, aber so bist du gewarnt jetzt." Der Regulator glaubte, daß sie zum ersten Mal in seiner Gegenwart gescherzt hatte, aber es verwunderte ihn nicht, daß wenn, es präzise und trocken war. Er spähte über den Felsen und sah jenseits der gefegten Stelle den Wald weiter ansteigen und Gestrüpp. Wenn der Voizak sich wirklich hier irgendwo versteckte, dann musste der Eingang irgendwo dort sein. "Dahinten ist etwas, ein Nichts, in das ich nicht heinsehen kann, aber ich fühle seine Präsenz, ein fauliger Gestank für das innere Auge. Geh jetzt besser, Regulator und wenn da noch Kinder sind... bring sie raus." Sie sah ihn mit einem leichten Flehen an und er nickte. "Wenn ich nicht zurückomme, sucht mich nicht. Mabel hat sich als Pantere des Hauses ein Hobby zugelegt. Sie kocht in ihrem Keller da Dynamitstangen zusammen. Du hast das nicht von mir. Sprengt das hier einfach alles in die Luft." Mit dem letzten Satz huschte er hinter dem Felsen hervor und legte die Winchester in die Hüfte. Mit der anderen Hand nahm er die Sicherung unt dem Hahn heraus. Seine Feldflasche klapperte leise und er zog sie weiter Richtung Rücken. Er hatte den Wer erreicht und besah sich das Gestrüpp. Er suchte nach einem einem verdeckten Pfad, der er wollte nicht durch das dornige Gestrüpp ohne Plan stapfen und mehr Aufmerksamkeit erregen sie beide vielleicht schon auf dem Weg hierher hatten. Mit Beruhigung nahm er zu Kenntnis, daß die Vögel weiter zwitscherten und der Wald nicht von einer künstlichen Stille bedeckt war.

Er wollte es fast aufgeben und bereitete sich auf eine stachelige Suche vor, als sein Blick eine kleine Lücke erhaschte und darin einen dicken Ast. Der Regulator ging näher und griff durch die öffnung und zog an dem Holz. Es gab nach wenigen Druck nach und er zog mit einem Griff einen künstliches Gestrüpp hervor. er war das etwas andeerthalb Meter breite und zwei Meter hohe Gebilde zur Seite und begriff, daß es eine ebenso große zweite Hälfte gab, die er ebenfalls wegstieß. Nun war der Blick auf einen Hohleneingan sichtbar, der an deren Rändern von einer Art Efeu umgeben war, frei. Er blickte zurück und sah Persephone auf dem Felsen sitzend. Sie hatte die Augen geschlossen und er vermutete, daß sie den Wald mit ihrem Auge durchblickte. Er schob den Efeu zur Seite und das Tageslicht lies einen langsam abfallenden Tunnel erkennen. Der Anfang war mit Stützbalken versehen, aber nach etwa zwei Metern schien sich der Tunnel natürlich selbst zu halten. Zeit sich ins Feuer zu stellen, dachte er und ging los. 

Nach wenigen Metern griff er nach einer seiner Wachsfackeln und entzündete diese. Er kreiste über Boden und Wände und besah sich die Decke. Es war ein Steintunnel und auch wenn er natürlich schien, konnte er sich dem Eindruck nicht verwehren als sei etwas vom Himmel gefallen und hatte sich durch den Felsen geschossen. Nur der Winkel schien dafür zu flach. Er hätte sich vielleicht doch mehr für Geologie interessieren sollen, aber als die Welt noch voller Strom war und das große Monster seines Lebens die Schule bedeutete, hatte er nicht im Traum daran gedacht, daß er tatsächlich fürs Leben lernte genauer gesagt für eine Exkursion in einer quasi postapokalyptischen Welt voller Zauber und direkt in die Phantasiewelt der Gebrüder Grimm. Nach etwa fünf Minuten des Marsches verbreiterte sich der Gand und Mündete in einer drei Meter hohen Höhle, deren Weite er nicht ausmachen konnte im Fackelschein, aber sah, daß sie durchdrungen war von Sintersäulen. Er war in einer Tropfsteinhöhle. Am Rande des Fackelschein nahm er in den Wänden Durchbrüche war und vermutete Nebenhöhlen. Schlagartig begriff er, daß nicht bemerkt hatte, daß er die Höhle nicht durch das Licht seiner Fackel wahrnahm, dann es war viel zu hell. Es gab überall verdeckte orangerote Lichtquellen. Ölfeuer!

Der Regulator legte die Fackel vorsichtig ab und nahm die Winchester vor der Brust in beide Hände und lauschte. Außer seinem Tinnitus vernahm er kein weiteres Geräusch und doch war er sich sicher, daß er schon lange nicht mehr allein war. Ein Blick haftete auf ihm. Er sah keinen Grund die Scharade weiter aufrecht zu erhalten und und rastete den Repetierhebel so laut er konnte durch. Der Willkommensgruß eines Regulators. Er war nicht ganz vorbereitet auf die Antwort und auch wenn ihm klar war, daß die Höhle als Klangkörper verstärkend wirkte, vernahm er einen durchdringenden Schrei wahr, der sein eigenes Kaliber hatte.

"VERDUSENSKLAVE... WAS WAGST DU DICH HIERHER?" drohte der Schrei durch die Höhle und das Echo allein hätte die Hölle zum Einsturz bringen können. "Yepp, ein Wolf nicht von dieser Welt, ich musste ja fragen." Das Gewehr zum zielen angelegt huschte er so leise es ging umher, dreht sich in alle Richtungen. Suchte veräterischen Schatten und Bewegungen. Als er in seinem sichtbaren Umfeld nichts erkennen konnte, blickte er die Decke umher, denn es konnte ja sein, daß...

Es war vergebens, er konnte ihn nicht entdecken auch nicht ein lautes Lachen ihn verhöhnte, aber diesmal war er nicht durch die Wucht des Schalles überrascht und konnte eine Richtung ausmachen. Aber sos ehr er sich auch anstrengte, er konnte nichts erkennen, dann schoß ihm der Satz von Persephone durch den Kopf "Die Vedusen nennen ihn den Schleichenden Tod." Ruckartig machte er mehrere Ausfallschritte hinter sich bis er hinter der am Boden liegenden Fackel wieder stand und trat diese nach vorne und blickte in Bodenhöhe. Voizak kroch auf ihn zu und stoppte als er erkennen mußte, daß der Regulator ihn nun sah. Der Schleichende Tode schlich kriechend über den Boden, so war er zu seinem Namen gekommen. Einen Punkt für die rechtzeitige Reaktion, null Punkte für mangelnde Vorbereitung, schimpfte er mit sich selbst und sah über die Winchester hinaus sein Gegenüber an.

Wenn dies einmal ein Mensch gewesen war, dann hatte ihn der Riss der Kollision an einen Ort geschleudert, den vielleicht sogar die Hölle selbst mied. Es war zu erkennen, daß die Kreatur vor ihm einmal ein Mensch gewesen war, aber welche Kräfte ihm auch immer auf der anderen Seite begegnet waren, sie hatten ihn entstellt nach allen Regeln des Wahnsinns. Seine Gliedmaßen waren unterschiedlich lange, seine Muskelpartien irregulär angeschwollenumgeben von Fettschichten, die eitrig glänzten. Der Regulator schätzte ihn auf zwei Meter, würde er aufrecht stehen, wobei die Arme unterschiedlich lang nahe am Boden sein würden. Die Hände waren zu verschrumpelten Krallen mutiert mit langen verbogenen Krallen. Die haut war schuppig und dort wo ein Geschlecht zu vermuten gewesen war, schien eine Art fingerdünne Ranke von einem Meter in einem Eigenleben hin und her zu peitschen. An deren Ende waren mehre feingliedrige Fortsätze, die ihn an etwas erinnerten, daß in einem Buch über Tiefseelebewesen gesehen hatte.

Der Kopf war verformt, teilweise an der Schädeldecke in vier unerschiedlichen Wuchtungen geschwollen und vereinzelt hingen Strähnen brauner Locken herab, die ihn an Pudelhaare erinnerten. Das Gesicht selbst hatte etwas von einem Frettchen und er wußte nicht, ob es vom Wahnsinn geformt war oder Wahnsinn hervorrufen würde. Die Zunge hing halb zwischen den dünnen Lippen er hervor, Speichel tropfte das Kinn hinab. Er wollte sich die Augen näher besehen, als er Begriff, daß da keine waren, nur schwarze leere Höhlen in denen etwas schwach grünlich zu schimmern schien. Er hatte sie sich selbst herausgeschnitten, erkannte der Regulator an den x-formigen Narben

Die Winchester zwischen beiden schien den Abstand zu halten, Voizak schien sich sogar etwas zurück zu bewegen, aber der Regulator war sich sicher, daß dies nur Scharade war. Er hielt es zum ersten Mal für möglich, daß sich die Vedusen in einer Sache geirrt hatten und nicht annähernd genug Patronen hatte. Vaughnan dachte mit Wehmut an Mabel und ihre Dynamitstangen, aber wer konnte wissen, ob dieses Monstrum vor ihm nicht nur diese Mutationen von dort mitgebracht hatte, sondern zugleich Haut wie Panzerplatten oder die Unsterblichkeit gleich mit.

Die schwachen grünen Punkte huschten hin und her und musterten ihn. Crush sich des Eindrucks nicht verwehren, daß Voizak mit ihm spielte und trat einen Schritt zurück.

"Kluger Junger, kluger Junge." er schrie nun nicht mehr, obleich ihm das lieber gewesen wäre, denn seine Stimme klang wie die eines wahnsinnigen Predigers, der auf dem Marktplatz nur Ärger machte und mitnichten das Wort der Göttin Maria verbrachte. "Ich kann Dich sehen, ich kann in dich hineinsehen, du, der von der Kugel lebst. Hahahahahahahaha, deine erster Auftrag und gleich dein letzter." Persephone konnte nicht in diesen Ort hienblicken der Voizak aber offenkundig in die Gedanken anderer. Die Kreatur verblieb auf der gleichen Stelle schwang aber ekstatische hin und her. Er hatte nach Feuer gefragt und sie hatten ihm definitiv kein Streichholz geboten.

 

 

 

_News, Verlauf und (sort of) Blog(wahllos vermischt):

- Eine erste Hochrechnung der Seitenzahl und Anfragen für die verschiedenen Arten des Lektorates habe ich verschickt und die ersten beiden Antworten waren jetzt nicht so erschreckend, wie ich befürchtet hatte.

- Ich habe in alter Korrespondenz mit dem Autor Boris Kretzinger gelesen (während seiner Arbeit an Nerdvana) und in Folge studiere ich in musenlosen oder faulen Momenten die Struktur meines Lieblingsbuches, welches ich auch artverwandt sehe. Das nimmt an vielen Ecken sehr viel Druck, denn hier und zeigt sich, daß auch auf dem Campfire dieses Autors erstmal nur Wasser brodelte.

- Es fällt mir hier und da leichter zu schreiben, wenn ich die Kernobjekte greifbar für mich habe. Die Ausrüstung habe ich nahezu komplett entweder in Dekoform oder in freier Ausführung als Schreckschuss erworben. Die beiden Primär-Totems, die Kolt Warmaker "Blanket" und "Pillow", sind als 9mm RK greifbar und das war schon ein sehr emotionaler Moment vor dem Hintergrund, daß ich Ihre "Lebensgeschichte" nahezu komplett kenne und sie haptisch einfach respekteinflößend sind.

Die Namensgebung war ein sehr emotionaler Moment, ich hätte mir lieber auf die Schulter geklopft für die Cleverness der Idee, aber es sollte alles andere als rational sein.

- Nachdem ich bei Daniel einen exquisiten Holster erworben habe, habe ich nun einen unfreiwilligen Berater in Sachen Cowboy-Life und Schießen, so daß ich dem Regulator doch noch eine Winchester und eine Schrotflinte zuschreiben musste. Diese habe ich in verschiedenen Varianten in Deko bekommen, aber konnte noch nicht recht entscheiden, welche Winchester Vaughnan begleiten wird.

- Das Schlafen mit einem Sattel als Kissen ist beruhigend, für die Geschichte vollkommen irrelevant, doch das Schlafen im Auto kenne ich mehr als zu genüge - hier brauche ich keine weiter Nachhilfe.

- Da ich "Camenis: Punishment" eher unwahrscheinlich im Garten oder im Freien nachspielen kann ohne Polizei und Unmut des Vermieters auf mich zu ziehen, habe ich zwei Dutzend Playmo-Cowboys besorgt. 

- Der Epilog ist bereits verfaßt und ich zergehe in Selbstzufriedenheit.

- Für den Druck würde ich BOD.de wählen, die tatsächlich das von mir so ersehnte und betitelte "King James Bibel" Format von 19x27 cm haben. Als Stückzahl habe ich zwei Chargen von je 50 Stück anvisiert. Marge habe ich dabei nicht im Sinn.

- Als Beraterin konnte ich mir eine Germanistikdoktorin sichern, die aber ungenannt bleiben möchte... noch.

- Es war etwas still und unproduktiv, denn ich hatte einen Unfall mit einem Butan-Brenner vor dem Gesicht und was zunächst wie ein leichter Sonnenbrand an den Händen und Armen begann wurde dann doch leicht größeres Kino, vor allem aber nervtötendes, schlafraubendes und mit penetrantem Schmerz unterlegtes 16mm.

An Tippen oder gar Gedankenspiele entlang der großen Struktur war nicht zu denken, allenfalls einige Selbstgespräche mit den Charakteren.

Das macht dann aber auch dröge irgendwie, aber eine Tastatur war in etwa so weit entfernt, wie Golgothea zu Camenis.

Aus der Not heraus kam mir dann die Idee eine Kurzgeschichte in Notizen zu beginnen, die kurz vor der Abreise vom Vedusentempel nach Camenis spielt. Die Idee ist lose inspiriert von Grimms Märchen und schielt mit einem Auge auf Georg Büchners Woyzeck bzw. eigentlich eher auf ein Erlebnis, welches ich mit einer Person hatte, die sich in diesem Stück Literatur selbst verkannt hatte und wie ich im Verlauf begreifen sollte dazu noch sich mit Klaus Kinski irgendwie auf eine Stufe gestellt hat.

"Ein verhärmter Soldat verdient sich sein Geld als Versuchstier eines zynischen Doktors. Zerrieben vom Gefühl der Verantwortung für Frau und uneheliches Kind, wird er betrogen und gedemütigt von einem Konkurrenten. In einem Anflug kalter Wut, getrieben von Wahnsinn, ersticht er seine Frau. (Zitat https://www.pangloss.de/cms/index.php?page=woyzeck).

Die Initialzündung war der Gedanke, was für eine Kreatur würde aus einem Menschen werden, der diese Identifikation voran und voran tragen würde, in der Welt des Regulators. Ich sah das Bild eine Höhle und eines Irrgartens darin und fühle mich an meine Ausgabe von Grimms Märchen erinnert. Lose ebenfalls inspiriert von den wachsenden Brandblasen im Gesicht, die im Schlaf geplatzt sind und wären es ein Dutzend mehr gewesen, dann hätte es mich an ein Monstrum aus Resident Evil oder die Figur Akira erinnert.

Da mir das schon etwas Angst macht, ließ ich den Gedanken weiter schweifen, was denn da wäre, wenn das Blase um Blase würde, der Körper verformt, verzerrt, wie in einem Cronenberg Film und der Geist jenseits über den Wahnsinn hinaus, der mir das wahre Leben als Probe demonstriert hatte bereits. Desweiteren fand ich etwas Amüsement das die Figur Vaughnan Crush lose verbunden mit dem Buch Crush, das ja das Thema Körper-Deformierung und Transformation hat.

Grundsätzlich jedoch der Gedanken der inneren Destruktion vom Potenzial zum Radikal, zu etwas schleichendem, vor der Gesellschaft verborgen, und was in Ihre Fänge Gerät verzehrendes.

Desweiteren wollte ich den Regulator sehen unabhängig von den Ereignissen auf seiner Reise und dem was ihn am Ende erwartet.

Sozusagen keine Year One Geschichte sondern eher wie eine Probe vor der Probe vor der Gesamtprobe hin zur Generalprobe.

Hervorgebracht hat all dies eine Kurzgeschichte namens "Regulation - der schleichende Tod" und wenn ich meine derzeitige Lethargie überwunden habe, stelle die Geschichte in Teilen oder gänzlich online. 

In diesem Sinne "Möge die Göttin die immer eine Reserve im Holster schenken.", mir steht eine weitere Gesichtsmaske an.

- Neuer Splitter: Yellowfinger

 REGULATION: der schleichende Tod bei 70%

 

- Habe so vor mich hingedöst in der Welt des Regulatoren und einen franko-amerikanischen Gentleman und Scharfschützen kennengelernt, unübertroffen in Schnelligkeit und akurat wie der Teufel selbst. Seine Name: Robert "Sleepwell" Dubois - Ange de la mort.

 

- Neuer Splitter so in Gedankenarbeit: Persephone

 

- Erneut einen Charakter kennengelernt: den Prediger Nathaniel "Thunderstruck" C. McCall. Mitte 60, wildes graues Haar und mächtiger Bart. Er trägt eine 12er 1881 Street Howitzer und ein sehr fieses Bowie-Messer, aber seine "mächtigste" Waffe ist eine große, schwere, staubige King James Bibel in Leder gebunden und abgewetzt. Ich mag seine Stimme. Laut, kratzig, schallernd, als würde der liebe Gotte angetrunken zu einem selbst sprechen.

 

- Elf "Reiter" sind in Camenis eingetroffen, den Peiniger zu schützen. Ich glaube, einer von Ihnen hat eine besondere Bedeutung und eine Derringer spielt eine Rolle. Alles Nationalisten und sie glauben, sie seien furchterrenger als die Nazgul selbst.

 

- Ich kartographiere die 23 bzw. nach der "Großen Kollision" 22 Welten und die Häuser der Vedusen, die auf Welt 22 existieren.

- "You gotta hate what you're firing at" Goodnight Robicheaux - The Magnificient Seven 2016. Ich beginne Goodnight mehr und mehr zu verstehen und somit in jede zeitliche Erzählrichtung auch Vaughnan. Ich kann fühlen, wie sehr er haßt.

 

- Ich habe in letzter Zeit nur in mein Notizbuch gekritzelt, weil mir die Nerven gefehlt haben, aber gute Nachrichten, ich muss nicht erneut umziehen, man hat sich geeinigt.

 

- Persephones wirklicher Name ist Penelope "Penny" J...., well just wait for it.

 

- Mit Regulation bin ich noch nicht so weit, wie ich möchte. Ich kann mich noch nicht entschließen wie die Besessenheit, diese Wahnidee der Identifikation mit der Woyzcek-Geschichte angemessen zu implementieren ist. Ich meine, ich habe es in gewisser Weise schon real ansatzweise gesehen, aber es gibt noch Ecken und Kanten zu schleifen. 

 

- Meeting the characters: der Vater des Regulators Duke Harrington Crush. Love the guy. Er ist ein guter Vater.

 

- Der nächste Splitter auszuformulieren wird Nummer 6 sein. Ich habe jetzt etwa 14 Tage daran skizziert, es vorwärts und rückwärts durchgespielt wie eine Film-Szene und es als Ein-Mann Kammerspiel für mich selbst aufgeführt und gestern ist mir das Puzzleteil in die Hand gefallen, um es abzurunden. Ich muss zugeben, zur Lernkurve hierbei gehört, daß ich nicht so ganz bestimme, ich möchte nun dies oder das schreiben. Manche Splitter machen von sich aus deutlich, sie seien jetzt an der Reihe.

 

- Splitter 6 fertig

Fiat iustitia et pereat mundus

 

INIQUUM
                                                                                                                                                                                                              Roman

 




 

JENSEITS

DER

GRENZLINIE

 

 



                                                                                                    






 

 

 

 

 

 

von
Michael Walker

 

 

 

 

 

 

 

XYZ - Platzhalter

Der Schwarze Falke

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schwarze_Falke

John Ford, Director 

John Wayne, Lead

 

Handlung:

Texas, 1868: Drei Jahre nach dem Ende des Sezessionskriegs (1861–1865) kehrt Ethan Edwards zurück. Sein grauer Militärmantel mit den Rangabzeichen eines Sergeanten, die Uniformhosen und ein Säbel (sowie das von der Filmmusik kurz angestimmte Rebellenlied „Bonnie Blue Flag“) weisen ihn als ehemaligen Angehörigen der Konföderierten Armee aus. Was Ethan seit der Niederlage der Südstaaten getan hat, ist nur zu vermuten; nach Meinung des Anführers der Texas Rangers, Captain Clayton, könnten viele Steckbriefe auf ihn zutreffen. Die Orden, die Ethan der kleinen Debbie schenkt, lassen annehmen, dass er sich zwischenzeitlich im Zweiten Französisch-Mexikanischen Krieg (1861–1867) als Söldner verdingte, wie es ihm viele andere ehemalige „Rebellen“ gleichtaten. Seinem Bruder Aaron drückt der Heimkehrer frisch geprägte Goldstücke in die Hand, mit den Worten: „Ich werde euch nicht auf der Tasche liegen.“ Seinen Säbel schenkt er seinem Neffen Ben. Zur Familie gehören außerdem Lucy und Martin Pawley, der mit seinem Achtel Cherokee-Blut für Ethan „fast schon wie ein Halbblut“ aussieht. Durch die Art, wie Ethan seine Schwägerin Martha ansieht und wie diese seinen Mantel nimmt, wird schnell deutlich, dass er sie liebt – eine Liebe, die allen, außer Reverend Samuel Clayton, verborgen bleibt.

 

Die Männer fallen auf einen Trick der Indianer herein, vermeintlichen Viehdieben nachspüren zu müssen, sodass sie weit entfernt von der Ranch sind, als diese von Comanchen unter Führung von Chief Scar (in der deutschen Synchronfassung Häuptling Schwarzer Falke) überfallen und niedergebrannt, das Elternpaar und ihr Sohn Ben getötet und die beiden Töchter der Familie, Lucy und die kleine Debbie, verschleppt werden. Ethan hat schwer daran zu tragen, dass er seinen Verwandten, insbesondere der von ihm geliebten Schwägerin, nicht beistehen konnte. Als die Männer nämlich erkennen, dass der Diebstahl des Viehs nur ein Ablenkungsmanöver der Indianer war, und so schnell es geht zurückreiten, sehen sie schon von weitem die brennende Farm. Ethans Blick, nachdem er ins Haus geschaut hat, spricht Bände. Ethan verhindert, dass Martin sich die Grausamkeiten ansieht.

 

Ethan geht es nun nur noch um Rache. Zusammen mit Martin und dem Nachbarssohn Brad Jorgensen, dem Verlobten von Lucy, begibt er sich auf die Suche nach den beiden Mädchen. In einem Tal entdeckt Ethan, dass sich vier Krieger vom Haupttrupp getrennt haben. Er folgt allein ihren Spuren und kehrt vollkommen verstört und ohne Jacke zurück. Der Grund dafür wird etwas später offenbar, als Brad glaubt, seine geliebte Lucy im Indianerlager entdeckt zu haben. Er beharrt darauf, sie in ihrem „blauen Kleid“ gesehen zu haben. „Du hast Lucy nicht gesehen. Das war ein Comanche, der Lucys Kleid anhatte. Ich habe Lucy in der Schlucht gefunden. Ich habe sie in meinen Rock gewickelt und mit meinen eigenen Händen begraben.“ Als Brad daraufhin Genaueres wissen will, reagiert Ethan hoch emotional: „Willst Du eine Zeichnung? Frag mich nie wieder, was mit ihr geschehen ist!“ Brad verliert daraufhin den Verstand und läuft in den Tod.

 

Die Suchenden verlieren immer wieder die Spur des weiterziehenden Comanchenstammes, doch nach fünf Jahren gelingt es ihnen schließlich, die mittlerweile bei den Indianern herangewachsene Debbie ausfindig zu machen. Ethan, der für den Stamm der Comanchen nur Hass empfindet, glaubt, dass Debbie zur Comanchin geworden ist, und will sie in einem Augenblick, als sie sie jenseits des Indianerlagers antreffen, erschießen; jedoch stellt Martin sich schützend vor sie.

 

Als die Comanchen erneut in der Nähe des Heimatortes von Ethan und Martin lagern, will die Armee im Morgengrauen das Lager zusammen mit Samuel Clayton und seinen Texas Rangers angreifen. Nicht einmal Martins Braut Laurie hat Verständnis dafür, dass er versuchen will, Debbie lebend aus dem Lager herauszuholen. Obgleich sie bislang stets zu ihm hielt, meint sie nun: 

„Wen willst du holen? Eine Comanchenbraut, die sicherlich schon an den Höchstbietenden versteigert wurde? Ethan würde ihr eine Kugel in den Kopf schießen, und Martha würde ihm recht geben.“ Martin gelingt es jedoch, sich ins Indianerlager zu schleichen, Scar zu töten und mit Debbie zu fliehen. Dann greifen Kavallerie und Texas Rangers an, und Ethan skalpiert den toten Häuptling. Sodann verfolgt er Debbie. 

 

Martin fleht ihn an, sie nicht zu töten, und Ethan nimmt das verängstigte Mädchen tatsächlich in seine Arme mit den Worten: „Wir gehen nach Hause, Debbie!“ Er reitet mit ihr zur Farm der Jorgensens, geht selbst jedoch nicht mit ins Haus, sondern kehrt vor der Tür um, um fortzugehen und allein weiterzuziehen. In der letzten Einstellung des Films führt die Kamera den Blick über Ethan hinweg durch eine offene Tür auf die Wüste hinter ihm.

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